Essensgrundversorgung für Kinder nicht “förderungswürdig“
Durch eine Entscheidung von team.arbeit.hamburg stehen in der Jenfelder Kaffeekanne ab dem 01.01.2012 keine Arbeitsgelegenheiten (AGH) für Langzeitarbeitslose mehr zur Verfügung.
Seit mehr als 15 Jahren konnten mit Hilfe diverser arbeitsmarktpolitischer Förderprogramme langzeitarbeitslose Frauen in der Jenfelder Kaffeekanne im Rahmen einer Kooperation mit der Hamburger Arbeit beschäftigt werden.
Durch die Anleitung und engmaschige sozialpädagogische Betreuung erlangten die Frauen bei uns eine Stabilisierung. Dies befähigte sie, sich mit einer positiveren Lebensperspektive auf dem Arbeitsmarkt zu etablieren. Sehr viele von ihnen konnten in weiterführenden Beschäftigungsverhältnissen Fuß fassen und sind bis zum heutigen Zeitpunkt beschäftigt!
Nur durch die Beschäftigung der langzeitarbeitslosen Frauen kann in der Jenfelder Kaffeekanne die Essensgrundversorgung für Kinder realisiert werden.
Bereits seit längerem war bekannt, dass zukünftig keine Möglichkeit mehr besteht, AGH Stellen in Kooperationsprojekten zu besetzen.
Wir hatten daher mit der Hamburger Arbeit bereits im September eine Lösung gesucht, um das dringend notwendige Essensangebot für Kinder und Jugendliche bei uns aufrecht erhalten zu können.
Dazu haben wir mit der Hamburger Arbeit das Projekt „Kinderküche Jenfeld“ gegründet: die Hamburger Arbeit hätte unsere Küche als eigene Betriebsstätte genutzt und so genannte Regieplätze im Rahmen der AGH eingerichtet.
Dieses Projekt hat die Hamburger Arbeit beim Interessenbekundungsverfahren bei team.arbeit.hamburg mit eingereicht.
Team.arbeit.hamburg hält dieses Projekt für nicht förderungswürdig und hat eine Bewilligung abgelehnt. Verantwortlich für diese Entscheidung sind die Gesellschafter von team.arbeit.hamburg: Der Hamburger Senat und die Bundesagentur für Arbeit.
Das bedeutet, dass ab dem 1. Januar 2012 unsere sämtlichen Essensangebote:
- Schülerfrühstück vor Schulbeginn für 50 Kinder
- Mittagessen für 50 Kinder
- Abendessen für 30 Jugendliche
sowie
- die erfolgreiche Begleitung, Betreuung und Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt von langzeitarbeitslosen Frauen
eingestellt werden müssen.
Aktueller Nachtrag (14.12.)
Durch zwei großzügige Spenden können wir ab 1. Januar zwei 400 € Jobs schaffen, durch die zumindest das Mittagessen für Kinder vorläufig sichergestellt werden kann.
Das Schülerfrühstück und das Abendessen müssen wir leider einstellen.
Nachtrag 20. Januar 2012:
Aufgrund von weiteren Spenden und die in Aussicht gestellten öffentlichen Mittel, können wir ab 1. Februar unsere sämtlichen Essensangebote wieder aufnehmen.
Wir bedanken uns bei allen Spendern sehr herzlich!
Auch für den Zuspruch in den vergangenen Wochen für unsere Arbeit aus der Bevölkerung, von der Bezirksverwaltung und der Kommunalpolitik, möchten wir uns an dieser Stelle bedanken.